Du warst mein Zuhause (v2)
pop

Du warst mein Zuhause (v2)

Jeannie Kowoll

0 Gefällt mir5:4330. Sept. 2026

Erstellt mit HeartMuLa

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Prompt

Du warst mein Zuhause Fünfzehn Jahre lang war dein Name ein Teil von mir, ich kannte jeden deiner Schritte, und wusste, wann du schweigst und frierst. Wir hatten Wände, hatten Träume, hatten Nächte, hatten Zeit. Ich dachte, wenn die Welt zerbricht, dann bleiben wenigstens noch wir zu zweit. Ich hab mich in deinem Leben so tief verloren und gefunden. Hab aus „du und ich“ ein „wir“ gemacht und dabei nie gezählt die Stunden. Du warst mein Zuhause, mehr als nur vier Wände um mich herum. Du warst der Ort, an den ich wollte, wenn draußen alles zu viel wurde. Und jetzt bist du fort, und ich weiß nicht mehr, wohin. Denn wenn ein Mensch dein Zuhause war, wo sollst du schlafen, wenn du ihn verlierst? Ich sehe uns noch vor mir, so wie wir einmal gewesen sind. Junge Herzen voller Hoffnung, die glaubten, dass das Leben beginnt. Wir haben so viel durchgestanden, haben geweint und wieder gelacht. Und ich hätte nie gedacht, dass uns genau das auseinanderbringt. Jetzt sind da diese Räume, die plötzlich viel zu groß erscheinen. Jeder Gegenstand erzählt von uns, und ich muss trotzdem weitergehen. Ich würde so gern verstehen, wann aus Liebe Abschied wurde. Wann aus „Bleib bei mir“ ein „Geh“ geworden ist. Du warst mein Zuhause, und ich hab dir mein Herz gegeben. Nicht nur für einen Sommer, sondern für fünfzehn Jahre meines Lebens. Und jetzt stehe ich hier mit allem, was von uns noch bleibt: ein paar Bilder, tausend Erinnerungen und eine Liebe, die keiner mehr braucht. Vielleicht wirst du irgendwann nicht mehr an mich denken. Vielleicht kannst du all die Jahre einfach irgendwohin legen. Doch ich weiß nicht, wie das geht. Wie man ein ganzes Leben verliert und am nächsten Morgen aufsteht, als wäre nichts passiert. Denn du warst nicht nur der Mann, den ich geliebt habe. Du warst meine Gewohnheit, meine Sicherheit, mein Morgen, mein Gestern. Du warst der Mensch, dem ich mein ganzes Leben erzählt habe. Und jetzt habe ich Geschichten, die ich niemandem mehr erzählen kann. Du warst mein Zuhause. Und jetzt habe ich keins mehr. Ich habe dich nicht nur verloren – ich habe den Ort verloren, an dem mein Herz sich sicher fühlte. Und vielleicht werde ich irgendwann wieder irgendwo ankommen. Vielleicht lerne ich irgendwann, mich selbst mein Zuhause zu nennen. Doch heute kann ich das noch nicht. Heute sitze ich hier mit all den Jahren in meinem Herzen und frage mich nur: Wie kann ein Mensch, der fünfzehn Jahre lang mein ganzes Zuhause war, plötzlich jemand sein, bei dem ich nicht mehr bleiben darf? Wenn du gehst, nimm nicht die Erinnerung mit. Lass mir wenigstens das, was einmal schön war. Denn auch wenn unser „Wir“ heute vielleicht zerbricht – meine Liebe war echt. Mein Herz war echt. Und die fünfzehn Jahre waren echt. Du warst mein Zuhause. Und vielleicht ist das das Schwerste am Abschied: Nicht, dass du gehst. Sondern dass ich zum ersten Mal in meinem Leben nicht weiß, wohin ich zurück soll.

Du warst mein Zuhause (v2) by Jeannie Kowoll | HeartMuLa